Historisches zu den RathausPassagen.

Neue Geschäftigkeit.
Ende der sechziger Jahre begann die Bebauung des weitläufigen Gebietes, am Fuße des Fernsehturms entstand ein neuer Platz. Unter der Leitung des Architekten Heinz Graffunder wurden drei auf Stelzen ruhende Wohnhäuser errichtet, die von einem zweigeschossigen flachen Baukörper mit Höfen und Durchgängen umschlossen waren.

Oben wurde gewohnt, unten konnte man nach Herzenslust flanieren. Damit wurde dem Ort etwas von seiner früheren Geschäftigkeit zurückgegeben. Jede Menge Boutiquen, Fachgeschäfte, Restaurants und Cafés luden ein und lockten nicht nur Berliner, sondern auch viele Gäste der Stadt an.

Großstädtische Kulisse
Mit den Gebäuden an der gegenüberliegenden Karl-Lieb-Knecht-Straße und der zwischen beiden Bauensembles gelegenen parkähnlichen Anlage bildete die RathausPassage seit ihrer Fertigstellung 1969 die großstädtische Kulisse für den Fernsehturm.Die in die Höhestrebenden, fast schwebenden Wohngebäude holten Menschen und Leben an den Ort zurück.

Die RathausPassagen entwickelten sich schnell zu einem der wichtigsten Geschäftszentren Ostberlins. Einkaufen und Bummeln, seine Freizeit verbringen und Ausgehen, Kommunikation und Kultur — das alles hatte hier seine Adresse. In den Innenhöfen, unter Bäumen oder neben humorvollen Plastiken und Reliefs, die sich durch die Passagen zogen, fand der Besucher oder Bewohner Ruhe.

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